Seitenzahlen verweisen auf: Karl Marx/Friedrich Engels - Werke, (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 12, Berlin/DDR 1961. S. S. 49-52.
Geschrieben um den 26. September 1856.
Aus dem Englischen.
["New-York Daily Tribune" Nr. 4828 vom 9. Oktober 1856, Leitartikel]
"Als alle Vorbereitungen zur Eröffnung dieses Unternehmens getroffen worden waren, wurde Herr Carneron zu unserem Geschäftsführer ernannt, und wir stellten bald fest, welches Unheil es ist, einen Geschäftsführer zu haben, der noch nie zuvor Verbindung mit irgendeiner Bank in London gehabt hatte. Durch diesen Umstand ergaben sich eine Reihe von Schwierigkeiten. Ich will darlegen, was sich vor zwei Jahren und einigen Monaten ereignete, als ich aus der Bank austrat. Noch kurz vor dieser Zeit wußte ich nicht, daß es auch nur einen einzigen Aktionär gab, der der Bank einen Betrag von 10.000 Pfd.St. aus Diskont- oder Darlehensgeschäften schuldete. Einmal kamen mir Gerüchte über einige Beschwerden zu Ohren, daß bei einem von
ihnen eine große Summe auf Wechselkonto fällig sei, und ich erkundige mich bei einem der Buchhalter danach. Man antwortete mir, daß ich nichts mehr mit der Bank zu tun hätte, sobald ich die Tür zum Geschäftszimmer hinter mir schlösse. Herr Cameron sagte, kein Direktor dürfe seine eigenen Wechsel zum Diskontieren vor den Aufsichtsrat bringen. Er erklärte, daß solche Wechsel dem Hauptgeschäftsführer vorgelegt werden müßten, denn wenn sie vor den Aufsichtsrat gebracht würden, mache kein Geschäftsmann von Rang mehr Geschäfte mit uns. In dieser Unkenntnis befand ich mich, bis Herr Cameron einmal so ernsthaft erkrankte, daß man keine Genesung mehr erwartete. Wegen seiner Krankheit stellten der Vorsitzende und einige der anderen Direktoren einige Untersuchungen an, die uns enthüllten, daß Herr Cameron ein Buch mit einem Privatschlüssel besaß, das wir noch nie gesehen hatten. All der Vorsitzende dieses Buch öffnete, waren wir alle außerordentlich bestürzt."