Seitenzahlen verweisen auf: Karl Marx/Friedrich Engels - Werke, (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Berlin/DDR 1961. Band 12, S. 15-19.
Aus dem Englischen.
["The People's Paper" Nr. 211 vom 17. Mai 1856]
"es schwer sei, zwischen zwei Nationen gute Beziehungen aufrechtzuerhalten, wenn es bei einer dieser Nationen Zeitungen mit übertriebenen doktrinären Ansichten gibt und die gegen benachbarte Regierungen Krieg führen".
"Die Unruhe unter dem Volk", heißt es in dem sardinischen Memorandum, "schien sich in letzter Zeit besänftigt zu haben. Die Italiener, die einen ihrer nationalen Fürsten mit den großen Westmächten verbündet sahen ..., hegten die Hoffnung, daß kein Friede unterzeichnet werden würde, ehe ihre Leiden gelindert sind. Diese Hoffnung machte sie ruhig und resigniert; wenn sie jedoch die negativen Ergebnisse des Pariser Kongresses erfahren, wenn sie vernehmen, daß Österreich trotz der Gefälligkeiten und der wohlwollenden Vermittlung Englands und Frankreichs selbst eine Erörterung der Frage abgelehnt hat ..., dann wird ohne jeden Zweifel die Erbitterung, die augenblicklich schlummert, noch wütender denn je wiedererwachen.
Überzeugt, daß sie von der Diplomatie nichts mehr zu erhoffen haben, werden sich die Italiener mit südlicher Heftigkeit erneut in die Arme der umstürzlerischen und revolutionären Partei werfen <Hervorhebungen nach der "N.-Y. D. T."> und Italien wiederum in einen Brennpunkt von Verschwörungen und Aufruhr verwandeln, die wohl durch verdoppelte Strenge erstickt werden können, aber durch die geringfügigste Unruhe in Europa zu einem erneuten Ausbruch von äußerster Heftigkeit entfacht werden. Das Erwachen revolutionärer Leidenschaften in allen Ländern, die Piemont umgeben, durch Ursachen, die geeignet sind, unter dem Volk Sympathie zu wecken, setzt die sardinische Regierung außerordentlich schwerwiegenden Gefahren aus."